Betriebswirtschaftliche Grundlagen

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Zusammenhang der variablen und fixen Kosten

In der BWL unterscheidet man zwei grundlegende Kostenarten, welche für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von besonderer Bedeutung sind, das sind einmal die variablen Kosten und zum anderen die fixen Kosten. Beide Kostenarten entstehen bei der Produktion von Wirtschaftsgütern. Die Wichtigkeit dieser Unterscheidung soll im Folgenden deutlich gemacht werden.

Fixe Kosten sind wie der Name schon sagt fest. Das heißt, dass diese festen Kosten bei einer Veränderung der Ausbringungsmenge konstant bleiben. Fixe Kosten sind zum Beispiel Entwicklungskosten, Miete, Gehälter und so weiter. Die variablen Kosten steigen bzw. sinken bei einer Veränderung der produzierten Menge, sind also veränderlich. Beispiele für variable Kosten sind: der Verzehr an Rohstoffen, Leistungslöhnen und weitere Kosten die den Herstellungsprozess betreffenden, wie Mengenabschreibungen oder Energieverbrauch pro Stück.

Folgende Beispiele sollen den Unterschied verdeutlichen.

Beispiel 1:

Es soll eine Verpackung hergestellt werden. Die entstehenden Kosten bleiben über dem Betrachtungszeitraum also 4 Monate konstant, nur die Ausbringungsmenge ändert sich.

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Bild V.8: Gegebene Werte mit der Berechnung der gesamten variablen Kosten jedes Monats

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Bild V.9:  Vergleich der Variablen Kosten zu den fixen Kosten

Berechnet man den Listenpreis für ein Produkt, so muss man die variablen Kosten auf ein Stück aufteilen. Es wird klar, dass der Verkaufspreis nicht nur von der Produktion abhängig ist sondern auch von der verkauften Stückzahl.

Ob die fixen Kosten abgedeckt sind kann man mit Hilfe des Deckungsbeitrages I berechnen.

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Der Deckungsbeitrag II sagt aus in wie fern die variablen und produktartspezifischen fixen Kosten abgedeckt sind. Er sollte nicht kleiner als 0 sein, um die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens nicht zu gefährden. Denn ist er negativ so verkauft man sein Produkt für einen Preis der die entstehenden Kosten nicht abdeckt. Bei einem positiven Deckungsbeitrag erwirtschaftet das Unternehmen einen Gewinn. Bei der Preisbildung ist seine Berechnung unerlässlich.

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Beispiel 2:

Berechnung des Deckungsbeitrages bei der Vorgabe des Preises.

Es gelten die Bedingungen von Beispiel 1.

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Bild V.10: Berechnung des Deckungsbeitrages bei gegebenem Preis

Wie man erkennen kann sollte im Monat M1 und im Monat M2 der Preis erhöht werden, damit der Deckungsbeitrag auf mind. 0 ansteigt.

Beispiel 3:

Preisbildung mit einem Gewinn von 1 GE also einem DB II von 1.

Es gelten die Bedingungen von Beispiel 1.

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Bild V.11: Berechnung des Preises bei gegebenen Deckungsbeitrag

Einzelkosten und Gemeinkosten

Die Einzelkosten und Gemeinkosten sind nicht gleichzustellen mit den variablen und den fixen Kosten. Denn so können fixe Kosten auch Einzelkosten sein und umgekehrt. Die Betriebswirtschaft definiert die Einzelkosten als Kostenart die einem Wirtschaftsgut, welches in dem Betrieb erstellt wurde, direkt zurechenbar sind. Solche Güter können ein Produkt, eine Serie oder unfertige Erzeugnisse sein. Diese nennt man auch Kostenträger. Die Zurechnung der Kosten erfolgt über zwei grundlegende Kriterien: werden die Kosten direkt von dem Kostenträger verursacht oder wirken sie auf die Erstellung dieser ein, dann sind dies Einzelkosten. Es gibt variable Einzelkosten diese sind typisch für Rohstoffverbrauch und Akkordlohn, denn der Rohstoffverbrauch steigt mit steigender Produktionsmenge und kann einem Produkt direkt zugerechnet werden. Fixe Einzelkosten sind zum Beispiel die Vergütung eines Ingenieurs in der Konstruktion. Die Konstruktion eines Gutes kann dem Erzeugnis direkt zugerechnet werden, aber bei sinkendem Ausstoß verringern sich diese Kosten nicht.

Weitere Kosten sind die Gemeinkosten, dies sind Kosten welche einem Wirtschaftsgut nicht direkt zugerechnet werden können. Das heißt sie werden nicht von einem Kostenträger sondern von mehreren oder allen verursacht. Auch diese Kosten sind meist fixe Kosten. Ein Beispiel wäre die Entstehung von Kosten durch die Verwaltung. Diese Kosten sind nicht zurechenbar und können so nur Anteilig auf einen Kostenträger gerechnet werden.

Entstehung von Kosten deren Berechnung und Zuordnung 

In der nachstehenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sind alle Kosten Einzelkosten, da die Ausführungen nur eine Produktart und damit nur einen Kostenträger beschreiben, so dass alle entstehenden Kosten diesem zurechenbar sind. Deshalb werden nur variable und fixe Kosten unterschieden.  Weiter werden ebenso nur die Herstellkosten miteinander verglichen, da die fixen Gemeinkosten für Verwaltung und Vertrieb unternehmensabhängig sind und weiter fallen diese Kosten bei jedem Verfahren an, so dass sie für den Vergleich keine Rolle spielen.

Die Herstellkosten setzen sich aus folgenden Parametern zusammen

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Bild V.12: Berechnungsschema der Herstellkosten

Zeiterfassung

Für die Berechnung der Kosten sind vor allem die Zeiten ein sehr wichtiger Faktor. Sie dienen als Basis für die Arbeitskostenkalkulation, für die Ermittlung der Werkzeugkosten und des Stromverbrauches.

Vorab wird die Maschinenbelegungszeit berechnet. Diese ist die Dauer wie lange das Werkstück die Maschine besetzt, bevor das nächste Teil gefertigt werden kann. Dabei ist die folgende Struktur bei der Berechnung dieser notwendig.

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Bild V.13: Berechnung der einzelnen Zeiten für das Betriebsmittel

Die Hauptnutzungszeit beschreibt die Dauer des Werkzeugeingriffes im Werkstück. Muss die Maschine bestückt und oder entleert werden, so bezeichnet man dies als Nebennutzungszeit. Bei Pausen und planmäßigen Unterbrechungen des Betriebsmittels spricht man von der Brachzeit. Die Summe dieser drei Komponenten beschreibt die planmäßige Belegung einer Maschine während der Fertigung. Zu dieser wird noch ein nicht planbarer Stillstand hinzugerechnet. Nun erhält man die Zeit einer Einheit also eines Stückes. Mit der Anzahl der gefertigten Erzeugnisse multiplizieret und die Zeit des Rüstens eines Betriebsmittels hinzugerechnet ergibt sich die Betriebsmittelbelegungszeit. 

Für die Scheidprozesse ergibt sich eine Hauptzeit von:

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Die Berechnung der Arbeitsdauer erfolgt nach einem ähnlichen Schema. Hier spricht man von der Auftragszeit welche aus den Komponenten Rüstzeit und  Ausführungszeit besteht. Die Ausführungszeit ist das Produkt aus der Zeit je Einheit und der Dauer der Ausführung für ein Produkt dem Arbeiter vorgegeben wurde. Für die Kalkulation gibt man eine Zeit zur Ausführung vor (Grundzeit), zu dieser kommen nun die Zeiten für geplante (Erholungszeit) und ungeplante Unerbrechungen (Verteilzeit). Die Summe dieser drei Komponenten beschreibt die Zeit je Einheit.

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Bild V.14: Berechnung der Einzelnen Zeiten für die Arbeitszeit

Anschaffungskosten

Bei dem  Kauf einer Maschine entstehen Anschaffungskosten. Diese bestehen nicht nur aus dem zu zahlenden Preis sondern beinhalten auch noch Transport, Zoll und die Versicherungskosten. Die Anschaffungskosten sind einmalige Kosten, sie wiederholen sich nicht, sondern werden in der Regel innerhalb einer Zahlungsfrist getilgt.

Materialkosten

Diese variablen Kosten entstehen bei dem Verbrauch von Material welches benötigt wird um ein Produkt herzustellen. Der Verzehr dieser Güter wird bewertet. Dabei ist zu beachten, dass sich die Materialkosten aus einer Wert- und Mengenkomponente zusammensetzen. Die Werkstoffkosten ergeben sich aus dem Produkt der verbrauchten Menge und dem Wert einer Einheit. Die Materialkosten beinhalten  Roh- und die Hilfsstoffe.

Für die weiteren Betrachtungen ist der Rohstoff Styropor als Platte bzw. Blockmaterial oder als Polystyrol. Der Hilfsstoff ist der Styroporleim.

Der Rohstoffbedarf berechnet sich aus dem Volumen der Verpackung und den fertigungsbedingten Verlusten zum Beispiel Zugabe des Schneidspaltes.

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Arbeitskosten

Zu den Arbeitskosten zählen alle Kosten, die bei der Beschäftigung von Personal entstehen. Ebenso zählen Sozialleistungen wie Kranken-, Renten-, Arbeitslosenversicherung sowie freiwillige Sozialleistungen zum Beispiel Pensionen, Kosten für das Werben neuer Mitarbeiter (Zeitungsinserate, Fahrtkosten) als auch Abfindungen bei Kündigung eines Mitarbeiters.

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Das können Arbeiter sein, welche in der Produktion beschäftigt sind. Diese bekommen für ihre Arbeit entweder Akkordlöhne oder Zeitlöhne. Akkordlöhne sind Löhne welche über die vom Arbeiter hergestellte Stückzahl berechnet werden. Die Entlohnung über Zeitlöhne erfolgt über Zeitrechnung das bedeutet es werden Stundenlöhne ausgezahlt. Auch Löhne lassen sich in Fertiglöhne und Hilfslöhne einteilen. Fertiglöhne sind Kosten welche direkt an der Produktion beteiligt sind, also der Arbeit an der Maschine. Hilfslöhne werden an Beschäftigte gezahlt die nicht direkt an der Produktion beteiligt sind zum Beispiel der Lagerarbeiter. Lohnkosten sind variabel.  Durch Mehrproduktion müssen Sätze für Überstunden gezahlt werden oder es erfolgen Neueinstellungen.

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Weitere Personalkosten entstehen bei der Beschäftigung von Angestellten. Diese bekommen Gehälter, welche ausschließlich als Stundenlohn gezahlt werden.

Nicht alle Gehälter lassen sich nach der folgenden Formel berechnen. Die Formel ist nur gültig wenn die Personalkosten variable Einzelkosten sind, wie in diesem Fall.

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Maschinenkosten

Maschinenkosten bestehen aus der Abschreibung, den kalkulatorischen Zinsen, und Instandhaltungskosten sowie den Werkzeugkosten, den Betriebsmittelkosten und dem Energieverbrauch.  Die Maschinenkosten sind sowohl fix als auch variabel Kosten. Zu dem Fixkostenanteil zählen die Abschreibung, da sie linear erfolgt, die kalkulatorischen Zinsen und die Instandhaltungskosten. Die Werkzeugkosten, der Betriebsmittelverbrauch und der Energieverbrauch sind variabel, da von der hergestellten Menge direkt abhängig sind.

Die Abschreibung ist eine Wertminderung eines Anlagegutes. Dies kann entweder zeitlich erfolgen mit einem Durchschnittswert oder über den einsatzbedingten Verzehr oder als Mengenabschreibung erfolgen. Hier soll sie als Fixkostenanteil mit in die Berechnung fließen. Es wird die lineare Abschreibung vorgenommen.

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Der kalkulatorische Zinssatz beschreibt die entgangenen Gewinne durch Zinserträge, wenn die Maschine nicht angeschafft wurden wäre. In diesem Falle ist es egal ob die Finanzierung durch Eigen- oder Fremdkapital erfolgte.

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Die Instandhaltungskosten sind jene, welche für Wartung und Reparatur sowie für Installation und Schmierstoffen kalkuliert werden müssen. Anteilig auf die Nutzungsdauer ergibt sich:

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Der Wiederbeschaffungswert ist ein Schätzwert. Er berechnet sich aus der Summe des Anschaffungswert und der eingetretenen Preissteigerung.

Werkzeugkosten sind abhängig von der Zeit des Werkzeugeingriffs diese Zeit ist beschrieben durch die Hauptnutzungszeit und der Standzeit. Die Standzeit beschreibt die max. mögliche Nutzungsdauer des Werkzeuges bis es verschlissen und somit nicht mehr nutzbar ist.

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Die Berechnung des Energieverbrauchs

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Der Wasserbedarf lässt sich nach der nachstehenden Formel berechnen: 

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Die anteiligen Mietkosten beschreiben den Anteil der gesamten Miete der Produktionshalle, welche auf die Maschine gerechnet wird. 

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Lagerhaltungskosten

Die Lagerkosten sollen sich in diesem Fall nur auf die Mietkosten des Lagers beziehen. Dabei wird das Material in Regalen gelagert. Die Berechnung dieser Fläche ist folgendermaßen aufgebaut. 

Als ersten muss die Höhe berechnet werden, welche wirklich für die Lagerung genutzt werden kann

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Danach erfolgt die Berechnung der notwendigen Stellplätze

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Aus diesem Wert ergibt sich die Anzahl der Regalfächer und deren Zeilen und der Spalten

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Die Anzahl der Reihen, also wie viele Regale in dem Lager stehen müssen wird wie folgt berechnet

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Damit ergibt sich die Zahl der Regalreihen pro Spalte

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Aus dieser kann man nun die Fläche berechnen, welche zur Lagerung genutzt wird.

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Mit Hilfe des Flächenausnutzungsgrades ist man in der Lage, die Hauptfläche und somit die Lagerkosten zu ermitteln.

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