|
Kostenvergleich |
Top Previous Next |
|
Hier wurden nur die Herstellkosten verglichen, da die Gemeinkosten für Verwaltung und Vertrieb bei jeder Produktion zum gleichen Maße anfallen und somit zu einem Vergleich nicht beiträgt. Vorab soll geklärt werden unter welchen Vorrausetzungen diese Betrachtung erarbeitet wurde. Die Grundlage ist das im Kapitel V.1 beschriebene Beispiel der Kühlschrankverpackung. Der Betrachtungszeitraum sind 6 Perioden, wobei diese drei Jahren entsprechen. Die Absatzmengen erhöhen sich in jeder Periode um den Faktor 3. Dabei können alle Produkte sofort abgesetzt werden. Auch müssen keine halbfertigen Erzeugnisse gelagert werden. Diese Vereinfachungen mögen diese Betrachtung in ihrer Genauigkeit beeinflussen, doch würde die Berücksichtigung der Lager Entnahmen und des Lager Inputs diese Berechnung derart komplizieren, das sie nicht mehr verständlich wäre. Es ergibt sich hiermit ein kontinuierliches Absatzwachstum.
Bild V.15: Absatzzahlen der nächsten 6 Perioden Zuzüglich der Ausschussrate von 2% ergeben sich die nachstehenden Produktionsmengen.
Bild V.16: Die zu Produzierenden Stückzahlen In den Unternehmen werden 4 Gruppen von Mitarbeitern beschäftigt. Die Einteilung erfolgte nach der Qualifikation. Somit wird der Hilfsarbeiter die nachbereitenden Arbeiten erledigen, der Arbeiter ist ungelernt aber er arbeitet an der Maschine. Der Facharbeiter arbeitet an komplizierten Maschinen und der Ingenieur ist für die Arbeitsvorbereitung zuständig. Dach dieser Einteilung erfolgt die Entlohnung. Alle Beschäftigten erhalten Stundenlohn. Der Hilfsarbeiter erhält den in der Türkei festgelegten Mindestlohn, der Arbeiter bekommt 25% mehr und der Facharbeiter 75% mehr Lohn als der Hilfsarbeiter. Der Ingenieur verdient das Dreifache des Mindestlohnens. Für alle Beschäftigten zahlt der Arbeitgeber 20% Sozialabgaben. Müssen die Betriebsangehörigen Überstunden oder Nachtschichten arbeiten, so verdienen sie 35% bzw. 10% des Lohnes mehr.
Bild V.17: Lohnkosten der einzelnen Gruppen Neben den Lohnkosten fallen auch Kosten für die Instandhaltung an, diese werden mit 10% des Anschaffungspreises kalkuliert. Die Erhöhung des Wertes der Maschinen geht mit der Inflationsrate in die Bewertung ein, diese liegt zu Zeit bei 17,8%. Die Nutzungsdauer der Maschinen liegt bei 5 Jahren also bei 10 Perioden. Ebenso erfolgt die Abschreibung. Weiter liegt der kalkulatorische Zinssatz bei 24 %. Das ausgeschäumte Blockmaterial kostet 73,00 € der Kubikmeter. Zugeschnittenes Material kostet 93,00€. Für das Polystyrol ist ein Preis von 4,50 € je kg zu zahlen. Zum zusammenkleben der Einzelteile wird ein Leim verwendet, dieser wird für 5,00€ eingekauft. Mit dieser Menge ist man in der Lage 1m² zu bestreichen. Für Strom und Wasser sind 3,00€/ m³ bzw. 0,25€ / kWh an die Stadtwerke zu zahlen. Für Druckluft und Dampf wurden 0,07€ pro l und 0,50€ pro kg Dampf kalkuliert. In dieses Preisen sind alle notwendigen Maschinenkosten für die Erzeugung dieser notwendig sind inbegriffen. Die Anschaffungsnebenkosten sind mit einem prozentualen Anteil in die Berechnung eingegangen, dieser Satz richtet sich nach der Maschinengröße und des Gewichtes. Dabei erfolgte die Einteilung nach leichten (5%) Maschine, einer mittelschweren (10%) und der schweren Maschine (20%). Die Miete für die Lagerhalle beträgt 36 € pro m² und Periode, dazu kommen für die Produktionshalle ein Nebenkostensatz von 5% und für die Lagerhalle ein Satz von 15%. Werte für die Kalkulation des Lagers sind aus Anlage A2-1 und Anlage A-2 zu entnehmen. Nach der Berechnung des Verpackungsvolumens (siehe Anlage A3), Schnittlängen und die Zugaben (siehe Anlage A4), wurden die Hauptzeiten des Werkzeuges ermittelt. Die Verluste sind reine Schneidspaltverluste. Hier zeigte sich das Wasserstrahlschneiden als das am meisten rohstoffsparende Verfahren, durch seinen sehr geringen Schneidspalt und der Tatsache das vorgeschrittenes Material verwendet wird. Somit kann viel Material durch das wegfallen der Querschnitte gespart werden. Bei der Formteilherstellung muss gar kein Material zugegeben werden, da diese Teile nicht trennend bearbeitet werden müssen. Zuerst erfolgt die Berechnung der Betriebsmittelbelegungszeit pro Stück. Hierzu muss man die beiden Verfahren, des Schneidens und der Formteilfertigung trennen. Bei der Formteilfertigung, können zwei Formen zur gleichen Zeit eingelegt werden. Hier ist die Bedampfungszeit, ausschlaggebend. Diese muss mit der Anzahl der notwendigen Belegungen multipliziert werden. Die Nebennutzungszeit, sowie die Bachzeit sind in diesem Fall gering, da während des Prozesses nicht eingegriffen werden muss. Hingegen bei den schneidenden Prozessen, bei welchen das Material entweder gewendet oder abgenommen werden muss. Bei diesen Verfahren war das Messerschneiden das schnellste. Die Wasserstrahlschneidmaschine ist zwar in der Lage mit Vorschüben bis zu 200m/min zu arbeiten, doch sind die Motoren nur für einen maximalen Vorschub von 3,05m/min ausgelegt. Hierbei sind die Zeiten für planmäßige und unplanmäßige Pausen schätzwerte. Nachdem die Ausführungszeit der gesamten Produktionsmenge, welche auch aus den nachbereitenden Vorgängen besteht, wurde die Kapazität berechnet. Hier zeigte sich, das der Kapazitätsmangel nicht in den Maschinen zu suchen ist, sondern bei den Mitarbeitern. Ist eine Maschine in der Lage 24 Stunden am Tag zu arbeiten, so ist die Kapazität eines Mitarbeiters auf 8 Stunden täglich begrenzt. Es muss für die Produktion gerade bei den schneidenden Prozessen für jede Maschine ein Mitarbeiter vorhanden sein, so kommt es zu Überkapazitäten im Bereich der Maschinen. Ein Mitarbeiter kann auch mehrer Formteilautomaten bedienen, da diese nicht so stark überwachungsbedürftig sind. Somit ergeben sich die Anzahl der Maschinen und der Mitarbeiter. Aus der Kapazität ergeben sich die Arbeitskosten. Diese richten sich hauptsächlich nach der Anzahl der Maschinen. Da wiederum nur ein Arbeiter eine schneidende Maschine bedienen kann. Die anteiligen Kosten für die Konstruktion entstehen nur einmal für die gesamte Zeit. Die Maschinenkosten werden nach den vorgegeben Daten berechnet. Für die schneidenden Verfahren wird nur ein Werkzeug benutzt. Bei der Formteilfertigung sind 4 verschiedene Formen notwendig. Da die Formen unterschiedliche Formen besitzen, wurde ein Durchschnittsspeis für alle Formen gebildet. Deshalb müssen die Werkzeugkosten auch mit 4 multipliziert werden. Bei der Formteilfertigung, wird die Vorschäumanlage und die Vakuumanlage als zentrale Einheit angesehen, das heißt für alle Maschinen wird nur eine Anlage benötigt. Die Lagerkosten ergeben sich aus dem Rohstoffverbrauch, es soll jeden Monat Material bestellt werden. Bei dem Formteilautomat wird Polystyrol verwendet, welches in Silos gelagert wird. Für die Silos sind die Maschinenkosten und die Mietkosten zu berechnen. Dies sind dann die Lagerkosten für den Rohstoff. Weiter ist es notwendig das vorgeschäumte Material in Silos zwischenzulagern. Der Preis, welcher für ein Silo kalkuliert wurde ist ein Schatzwert, dieser Wert hat aber keinen großen einfloss auf die Herstellkosten, da der Anteil für die Lagerhaltungskosten zu gering sind. Für die Fertigteile, welche aus verfahrenstechnischen Gründen noch einem Monat lagern muss, sind die Berechnungen analog der Lagerkostenberechnung aus Kapitel V.3.3 durchgeführt wurden.
|