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Auswertung |
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Zur Auswertung werden die Herstellkosten, Fertigungskosten, Materialstückkosten sowie die Maschinen und Arbeitskosten herangezogen. Unter den gegeben Bedingungen lässt es sich nun ermöglichen Aussagen über die Wirtschaftlichkeit der verschieden Verfahren zu treffen. Im Voraus sollen die Herstellkosten, welche die Gesamtkosten pro Fertigungsstück darstellen betrachtet werden. Der Verlauf der Herstellkosten in den betrachteten Perioden zeigt auf, dass das für die Einzelteilfertigung wirtschaftlichste Verfahren das Heißdrahtschneiden ist. Das teuerste Verfahren ist das Messerschneiden. Erst ab der 6. Periode ist die Formteilherstellung die billigste Variante eine Verpackung zu erstellen. Ab dieser Periode spricht man schon von der Massenproduktion bei Ansatzzahlen von fast 2,5 Mio. Stück.
Bild V.18: Verlauf der Herstellkosten Zwar ist das Messerschneiden das schnellste Verfahren unter den schneidenden Methoden, doch schaut man sich die Zusammensetzung der Kosten in der ersten Periode an, so erkennt man, das der größte Anteil der gesamten Herstellkosten dieser mit bei fast 100% bei den Materialkosten liegen. Die Lohnkosten sind in der Türkei so extrem gering, das sie fast nicht in die Bertachtung einfließen, mit einem Anteil von 0,01% und weniger, sind sie fast vernachlässigbar. Damit stehen die Unterschiede der Auftragszeiten nicht im Vordergrund.
Bild V.19: Verteilung der Kosten der Einzelnen Verfahren in der Periode 1 Nur durch die Ersparnis der Materialkosten, ist man in der Lage billiger zu produzieren. So sind die Schneidspaltverluste des Messerschneidens um 35% höher als die des Heißdrahtschneidens, dies macht dann den Preisunterschied von 0,22 € aus. Das Wasserstrahlschneiden, ist jenes Verfahren, was die geringsten Schneidspaltverluste aufweist, doch ist das Material aufgrund der Notwendigkeit, dass es zugeschnitten ist, teuer. Mehr jedoch ist zu bedenken, das die Formteilfertigung mit ihren extrem niedrigen Materialstückkosten in dieser Periode gerade mit 68 % in die Herstellkosten eingehen.
Bild V.20: Die Materialstückkosten der einzelnen Verfahren Hier spielen die Fertigungskosten eine sehr große Rolle. Denn hier im Gegenteil zu den Schneidenden Verfahren, sind die Kosten für das Werkzeug und der gesamten Anlage so hoch, das dieser Verfahren unwirtschaftlich wird. Betrachtet man die Werkzeugkosten für einen Schneiddraht, so Kostet dieser gerade mal 1,20€, eine Form hingegen schlägt mit 100.000,00€ zu buche. Dieses Gefälle macht dieses Verfahren trotz geringer Materialstückkosten zu einem der teuersten bei einer Stückzahl von gerade Mal 10.000 in einer Periode.
Bild V.21: Vergleich der Materialstückkosten mit den Fertigungskosten in der Periode 1 In der Periode 5 ist zu erkennen, dass nun die die Herstellkosten der Formteilfertigung, weit unter den des Wasserstrahlschneidens liegt. Denn nun sinkt der Anteil der Fertigungskosten in der Formteilfertigung. Damit wirkt sich die Materialersparnis noch stärker aus. Da die Kosten für ein Werkzeug des Messerschneidens so hoch sind und die Standzeit gerade mal bei 60 Stunden liegt. Auch ist es notwendig mehr Maschinen zu kaufen, und damit steigen hier die kalkulatorischen Kosten extrem stark an. Trotzdem unterscheiden sich die scheidenden Verfahren immer noch in den Materialstückkosten.
Bild V.22: Verteilung der Kosten der Einzelnen Verfahren in der Periode 5
Bild V.23: Vergleich der Materialstückkosten mit den Fertigungskosten in der Periode 5 Die sechste Periode und damit die Periode der Massenfertigung zeigt auf, das materialsparend und wirtschaftlich nur noch mit dem Formteilautomat gearbeitet werden kann. Zwar steigen die Fertigungskosten ebenso beim Formteilautomat, aber immer noch nicht so stark wie bei den Schneidprozessen. Nun ist ein Anstieg bei allen Schneidprozessen in den Maschinenkosten und Lagerkosten zu verzeichnen. Dieser Anstieg ist durch die enormen Mengen welche nur mit extrem vielen Maschinen bewältigt werden können und dem hohen Materialverbrauch zu begründen. Es ist notwendig eine riesige Fläche anzumieten. Von den Heißdrahtschneidemaschinen sind nun 24 Maschinen, das Wasserstrahlschneiden erfordert 12 Maschinen und das Messerschneiden 10 Stück. Vom Formteilautomat benötigt man 8 Maschinen. Nur liegen die Anschaffungskosten einer Messerschneidmaschine bei ca. 150.000€ ein Formteilautomat kostet gerade mal 120.000€. Damit steigen die kalkulatorischen Kosten sehr stark an. Auch steigen die Arbeitskosten und die Lagerkosten der schneidenden Prozesse stark an, da die Auftragszeiten sehr hoch sind und viel Personal benötigt wird.
Bild V.24: Verteilung der Kosten der Einzelnen Verfahren in der Periode 6
Bild V.25: Vergleich der Materialstückkosten mit den Fertigungskosten in der Periode 6 Es lässt sich behaupten, dass sich die scheidenden Verfahren für die Einzelproduktion und eignen der Formteilautomat für die Massenproduktion. Dies ist Hauptsächlich durch die Fertigungskosten zu begründen, welche bei den Schneidprozessen mit Erhöhung des Ausstoßen ansteigen. Bei der Formteilherstellung sinkt dieser Anteil stark. Dies liegt an der Lagerung des Rohstoffes, welcher sehr Kostenintensiv ist und an den Maschinenkosten, welche ebenso mit einem größeren Anteil in die Herstellkosten eingehen.
Bild V.26: Darstellung der Fertigungskosten in Abhängigkeit von den Produktionszahlen Die Schneidenden Verfahren sind geeignet für die Herstellung von geringen Produktionszahlen. Auch sind diese Verfahren für ein Unternehmen zu empfehlen, welche auf Grund von extremen Schwankungen in der Teilgestaltung sehr flexibel sein wollen und sich nicht auf einen Abnehmer beschränken sondern mehrere Kunden mit den unterschiedlichsten Produkten beliefern möchten. Denn hohe Fertigungszahlen, wenn sie zu erwarten sind, sind mit hohem Investitionsaufwand zu bewältigen. Der Formteilautomat kann erst ab einer bestimmten Absatzmenge wirtschaftlich arbeiten. Dieses Verfahren eignet sich für Unternehmen welche Großabnehmer beliefern, um die notwendigen Stückzahlen fertigen zu können. Hier liegt ist der Hauptkostenpunkt in der Form. Diese ist ab 4.000,00€ erhältlich. Daraus kann man schlussfolgern, dass um diese Kosten zu decken ein gewisses Absatzvolumen notwendig ist. Es sollten keine kleinen Stückzahlen mit immer wechselnder Gestaltung gefertigt werden. Das bedeutet, dass sich ein Unternehmen auf einen Wirtschaftszweig welcher viele Kunden mit dem gleichen oder ähnlichen Anforderungen enthält, konzentrieren sollte und diesen auch beliefern.
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